M. Tilkov

Ich werde sehr oft gefragt, wie ich zu dem Motiv der Turbanmädchen kam, was meine Intention ist.
Die erste „Turbanbilder“ waren klassische Selbstportraits.
Sich im Spiegel zu sehen, und festzustellen, der Turban macht etwas mit einem, verändert einen …. war eine wichtige Erkenntnis.



Erste Bilder entstanden, seit fast 2 Jahren nun sind die „Turbanmädchen und- frauen“ zu einer ganzen Werkreihe angewachsen.



Immer versuche ich in meiner Arbeit etwas Unsichtbares sichtbar, spürbar zu machen, die Aura einer Person, die Stimmung einer Situation einzufangen.
Mittels Turban transformiere ich das Abbild der Modelle hin zu etwas Märchenhaftem, etwas überhöht vielleicht und schwer greifbar.



Zeitabläufe und Erinnerungen spielen genauso in die Arbeiten hinein wie die malerische Auseinandersetzung mit bestimmten Lichtsituationen und wie diese auf die Modelle wirken.Lasierender Farbauftrag ermöglicht mir, meine Intention Schicht für Schicht zu verwirklichen.



Meine Malerei wird in klassischer Manier mit moderner Farbe ( meistens Acryl) auf Leinwand, Holz oder Papier gebracht.
Eine Orientierung hin zu alten flämischen, holländischen, aber auch englischen Meistern ist gewollt, jedoch gibt es stets moderne „Brüche“ in den Arbeiten, ich bin eine moderne Künstlerin und als Kind meiner Zeit nehme ich Dinge auch so wahr.



So entsteht die Darstellung eines Augenblickes.
Das „Einfrieren” des „kontemplativen Moments“, auf meinen Leinwänden spielt eine große Rolle, um zu der von mir gewünschten Anmutung zu kommen.
Und so entstehen, in vielen Schritten, über mehrere Wochen oft, … meine „Turbanmädchen“.